Schwabentag trifft "Kunst am Bach"

Erstes Treffen der am Symposium beteiligten Künstlerinnen und Künstler


Dank des Engagements und Einsatzes von Irmi Obermeyer, Leiterin der Kunstakademie Allgäu, und ihrem Mann Wolfgang Obermeyer, hat die Gemeinde Betzigau den vom Bezirk Schwaben jährlich ausgelobten Schwabentag zum Thema Kunst als erste Gemeinde ins Oberallgäu holen können. Das eingereichte Konzept, das neben der anstehenden 777 Jahr-Feier der Gemeinde Betzigau, die Ausrichtung des im dreijährigen Rhythmus stattfindenden Projekts „Kunst am Bach“ und ein 9-Tägiges Künstlersymposium zum Inhalt hat, ließ sich schlichtweg nicht überbieten. Und so stehen im September gleich drei Feste auf dem Programm. Getreu dem Motto „“Allgäuer geh du vora, du fürchtscht di it““ schreiten die Vorbereitungen voran.
 
Mit einem ersten Treffen, der zusammen mit dem Bezirk Schwaben ausgewählten Künstlern, war am Samstag, den 25.04.2015, ein erster Meilenstein erreicht. Bei freundlicher Witterung konnte der 1. Bürgermeister Roland Helfrich 10 der 14 geladenen Künstler aus dem gesamten schwäbischen Raum begrüßen, die im Zuge des Symposiums ihre Werke erstellen, die im Rahmen von „Kunst am Bach“ und dem „Schwabentag 2015“ abschließend präsentiert werden.
 
Beim Dorfrundgang unter Führung der ehrenamtlichen Projektleiterin Bettina Kolb, Irmi und Wolfgang Obermeyer zeigten sich die Künstler sichtlich beeindruckt und überrascht von den vielfältigen Möglichkeiten, die dieses kleine Oberallgäuer Dorf zu bieten hat. Dabei entstanden bereits verschiedene Ideen und Ansätze für mögliche Kunstwerke, die im Rahmen der Gegebenheiten lebhaft diskutiert und erörtert wurden.
 
Der Freie Trakt im Alten Schulhaus begeisterte insbesondere die anwesenden Maler als Schaffensraum sofort. Hierbei wurde im Treppenaufgang die Gestaltung des renommierten Kemptener Malers und Grafikers Heinz Schubert von 1965 bewundernd (wieder-)entdeckt.
 
Fotograf Pio Mars hielt mit seiner Kamera die Eindrücke des Tages fest. Zusammen mit Texterin Stephanie Hacker wird er den Entstehungsprozess der Kunstwerke begleiten. Erstmals wird im Rahmen eines Schwabentags ein Katalog erscheinen, der die Begegnung der Künstler mit der Gemeinde und die Arbeitsprozesse bis zum fertigen Kunstwerk in Wort und Bild dokumentiert.


Beim abschließenden Mittagessen, das gleichzeitig als kleine Pressekonferenz diente, bei der auch 3. Bürgermeister Joachim Borghoff zugegen war, erklärte er: „Betzigau ist nicht nur ein Kuhdorf, sondern auch ein Kunstdorf. Kunst hat Tradition in der Gemeinde. Aber ein Symposium ist auch für uns neu.“  Auf Bettina Kolbs Frage „Was einen Künstler motiviert, ausgerechnet nach Betzigau zu kommen?“ sagt Josef Lang: „„Ich bin selber aus einem kleinen Dorf. Es ist inspirierend und spannend, hier zu arbeiten. Idyllisch. Und ein Abenteuer.““ Für Pio Mars ist es: „Der Reiz des Unbekannten. Der Reiz, verrückte Menschen wie Irmi kennenzulernen, die ihr gesamtes Engagement hier einbringen und mit ihnen gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.“ Terrence Carr sagt über sich: „Ich bin normalerweise eher ein Einsiedler, aber der Erstkontakt war so sympathisch und es war für mich genau der richtige Zeitpunkt, um mal wieder mit Kollegen zu arbeiten, mit anderen zusammenzukommen.““ „In Betzigau gibt es den besten Whiskey-Shop ganz Bayerns.“, wirft Bruno Wank schmunzelnd ein. „Mit einer Auswahl von über 400 Sorten. Das ist schon ein sehr guter Grund“!“ „Dann fügt er hinzu: „Für mich als gebürtiger Oberthingauer und Wochenend-Görisrieder ist es eine Möglichkeit, mal wieder in der Heimat zu arbeiten“.“ Guido Weggenmann äußert: „„Hier ist alles Genießen, gepaart mit dem spannenden Hoffen auf die Menschen, das Kennenlernen der Künstler.““, macht eine kurze Pause, dann sagt er: „Ganz geil“.“ Die vielen Eindrücke und Ideen, die sie bereits bei der Begehung gewinnen konnten, beschäftigen Leonie Felle. „In erster Linie“, sagt sie, „ist es aber spannend, spannend was vor Ort mit den Dingen, die ich hier finden kann, entstehen wird.“ Es geht um Austausch, die Auseinandersetzung mit sich und den Gegebenheiten Vorort und die Neugier darauf, was während des Aufenthaltes entstehen wird. Ein kleines Abenteuer eben, darin sind sich alle einig.“



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